INTERNATIONALER WETTBEWERB SUPER 8/16 Samstag 14. März, 20:30 Uhr, Motorenhalle, Wachsbleichstraße 4a (HH), 01067 Dresden
Gäste: Filmemacher:innen & Jury; Moderation: Goekcen Findikci & Laura Demel
Erlebt die spannende Welt des Films im Internationalen Wettbewerb. Euch erwartet eine sorgfältig kuratierte Auswahl nominierter Kurzfilme, die die ganze Bandbreite filmischer Ausdrucksformen zeigt. Nach den Vorführungen bleibt das Licht an: In feierlichem Rahmen werden der Jury- und der Publikumspreis vergeben und das Publikum entscheidet mit. Doch damit ist der Abend noch nicht abgedreht: Die Filmemacher:innen geben exklusive Einblicke hinter die Kulissen und sprechen über ihre Erfahrungen sowie besondere kreative Herausforderungen.
IN DEUTSCH UND ENGLISCH
Wir gratulieren den Gewinnerinnen des Internationalen Wettbewerb Super 8/16 2026:
Der Jurypreis über 500 € geht an: Florencia Aliberti – M DE MERCURIO, 03:47 min, 2023, Super 8, Frankreich
Die Lobende Erwähnung der Jury und somit ein Jahresabo des Super 8 Magazin erhielt:
Kate Solar – (FOR ONCE I DREAMED OF YOU) , 05:58 min, 2025, 16 mm, Kanada
Und der Publikumspreis (150 Euro und 3 Super 8-Kassetten) geht an:
Britta Sommermeyer – ERIKA WAR KEINE SCHREIBMASCHINE, 07:48 min, 2026, Super 8, Deutschland
Wir danken den Preisstiftern des Internationalen Wettbewerbs Super 8/16:
Kodak sponsort für die Lobende Erwähnung der Jury drei Super 8-Kassetten.
Das Super 8 Magazin sponsert für die Lobende Erwähnung der Jury ein Jahresabo. Die Zeitschrift erscheint bilingual Deutsch/Englisch und ist das einzige gedruckte Magazin weltweit, das sich mit dem Thema Schmalfilm befasst: www.super8mag.de
Jury 2026:
Jan Kulka, Christopher Gorski, Ewelina Rosińska
Die Nominierten 2026:
Arepo – THE INEFFABLE FIXING OF THE VOLATILE
05:36 min, 2025, Super 16, Italien, Großbritannien
Eine ergreifende Elegie über Einsamkeit und Sehnsucht: In diesem letzten Auftritt des großen James Laurenson wird die Geschichte eines alten Mannes, eines mechanischen Vogels und des zerbrechlichen Tanzes zwischen Gefangenschaft und Freiheit erzählt. Ein stummes Lied, aufgehängt in der Stille einer gequälten Seele und der endlosen Suche nach dem Sinn des Lebens, das sich zwischen Traum und Wirklichkeit, der Last der Erinnerung und der Täuschung der Hoffnung entfaltet. Eine Hymne an die Fragilität des Seins, in der die Illusion der Freiheit die Unbeständigkeit unserer Existenz offenbart.
Ben Slotover – THERE WILL BE ANOTHER
03:20 min, 2025, Super 8, Großbritannien
Eine Frau verpasst aus zunehmend absurden Gründen eine Reihe von Doppeldeckerbussen.
Britta Sommermeyer – ERIKA WAR KEINE SCHREIBMASCHINE
07:48 min, 2026, Super 8, Deutschland
Erika schrieb oft Steno in ihr Notizbuch. Sie hielt sich kurz – sie war definitiv keine Schreibmaschine. Eine Familiengeschichte braucht nicht immer viele Worte. Bei Anekdoten reicht manchmal ein Wort, damit alle wissen was gemeint ist. Erika hinterließ uns kurze Kalendereinträge, anders als die Väter in ihrer Familie, die ihre Memoiren in dicken Bänden herausbrachten.
Cemil Sorgun – ROSE OF FAME
03:40 min, 2025, 16 mm, Deutschland
Rose of Fame ist ein kurzes Porträt von Rosi, die seit vielen Jahren mit großer Leidenschaft und kaufmännischem Geschick ein kleines Juweliergeschäft in Berlin führt. Sie handelt mit gebrauchtem Schmuck, wobei jedes Stück seine ganz eigene Geschichte in sich trägt.
Collectif Hasard – HERE OR HERE
08:08 min, 2025, 16mm, Super 8, Frankreich
Eine Hand, die nach einem Schlüssel sucht, öffnet die Tür zu einer möglichen Heimkehr. Doch im Verlauf dieser Suche gerät die Erinnerung ins Wanken; Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen angesichts einer Unmöglichkeit. Hier oder hier.
Dieses Projekt wurde von Collectif Hasard produziert, einer Gruppe von Filmemacherinnen und Filmemachern aus Frankreich, Palästina und Iran, die sich in Mellionnec begegneten und diesen Film gemeinsam realisierten.
Dagie Brundert – MAKRIA
03:33 min, 2025, Super 8, Deutschland
Ich liebe es, neue Städte zu erkunden, und ich liebe den öffentlichen Nahverkehr. Oh Athen, deine U-Bahn ist wunderschön! In jeder Stadt finde ich einen Bahnhof, einen Zug oder einen Bus, der mich besonders anspricht. In Athen gibt es eine Bushaltestelle namens NIRVANA! Natürlich muss ich dorthin fahren.
Florencia Aliberti – M DE MERCURIO
03:47 min, 2023, Super 8, Frankreich
Zwischen urbanen Lichtblitzen und Fragmenten der Natur entfaltet sich das Porträt von M als sinnliche und rhythmische Reise. Ein Experiment mit den technischen Möglichkeiten der S8-Kamera.
Kate Solar – (FOR ONCE I DREAMED OF YOU)
05:58 min, 2025, 16 mm, Kanada
Während die Nacht über die Felder hereinbricht, richtet eine Frau ihren Blick in unbekannte Bereiche: den Raum nach einem Gedicht, die Distanz zwischen Karte und Territorium, die Dunkelheit zwischen den Einzelbildern eines Films. Ein pastorales Nocturne kehrt sein Inneres nach außen. Diese 16-mm-Arbeit wurde auf der Film Farm in Mt. Forest, Ontario, gedreht und anschließend mittels Kontaktkopie mit einer Taschenlampe erneut abfotografiert. Intuitive Prozesse begreifen Bild und Tonspur als lebendiges Wesen, das atmet und vergeht.
M Woods – MELENCOLIA 2: DESTITUTION SIGNS
07:51 min, 2025, Super 8, Vereinigte Staaten
Ein nostalgischer Streifzug durch das vierte Plateau von New York City, gefolgt von einer kurzen Polemik gegen die Ethnografie und Hipster.
Nelson Yeo – DURIAN, DURIAN
06:43 min, 2024, 8 mm, Singapur
Während sie auf ihren Tod warten, finden zwei einsame Seelen unter dem Schutz eines Durianbaums eine unerwartete Verbindung.
Yannick Mosimann – WORLD ON A A STRING
03:18 min, 2025, 16 mm, Schweiz
Eine Fähre treibt die Weser entlang.
Langsame 16-mm-Aufnahmen von Booten, Relingen, industriellen Ufern und Kränen, von Flusswasser selbst vernarbt und getrübt, mit eben diesem Wasser von Hand entwickelt, gezeichnet von Sediment und Rost, lösen sich auf in einen Text von Annina Mossoni: „some people want the world on a string.“
Yoonseo Lee – YOU HAVE NO MOTHER!
12:55 min, 2024, 16 mm, Korea, Vereinigte Staaten
„you have no mother“ ist der Text, der in Lady Vengeance erscheint, inszeniert von Park Chan-wook. Geumjas Tochter blickt in den Himmel, und die Wolken formen die Worte „you have no mother“.
Diese drei Frauen sind eine Familie. Sie sind nicht blutsverwandt, sondern das, was man heute oft eine „chosen family“ nennt. Für mich bedeutet Familie eine Beziehung, in der man Raum und Humor miteinander teilt – und so wurde ich eifersüchtig auf jene, die zu einer gewählten Familie geworden sind. Aus dieser Eifersucht heraus entstand dieser Film.
Diese drei sind nicht Mutter, Vater und Kind. Und doch sind sie „Mutter, Ehefrau und ein Mann“. Sie sind niedlich. Mit ihrer Niedlichkeit durchleben sie Schreckliches. Und sie wissen, wie man mit Niedlichkeit angreift.
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TAGESTICKET Samstag, 14.3.2026